SEO und GEO verfolgen dasselbe übergeordnete Ziel: Unternehmen, Marken und Inhalte auffindbar zu machen. Der entscheidende Unterschied liegt darin, wo diese Sichtbarkeit entsteht. Klassische Suchmaschinenoptimierung richtet sich vor allem auf Suchergebnisse mit einzelnen Links. Generative Engine Optimization optimiert Inhalte zusätzlich dafür, in KI-generierten Antworten berücksichtigt, genannt oder als Quelle zitiert zu werden.
GEO ersetzt die klassische Suchmaschinenoptimierung deshalb nicht. Ohne crawlbare Seiten, eine saubere Indexierung, relevante Inhalte und eine erkennbare fachliche Autorität fehlt auch generativen Suchsystemen häufig die Grundlage, um eine Website als Quelle auszuwählen.
Was bedeutet SEO?
SEO steht für Search Engine Optimization, auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Ziel ist es, eine Website in den organischen Suchergebnissen von Suchmaschinen wie Google oder Bing möglichst sichtbar zu positionieren.
Dazu gehören unter anderem:
die technische Erreichbarkeit und Indexierbarkeit einer Website,
eine verständliche Seiten- und URL-Struktur,
die Optimierung auf relevante Suchintentionen,
hochwertige und hilfreiche Inhalte,
interne Verlinkungen,
externe Empfehlungen und Backlinks,
eine gute Nutzererfahrung sowie
die Optimierung von Seitentiteln und Suchergebnis-Snippets.
Der klassische SEO-Erfolg wird überwiegend anhand von Kennzahlen wie Impressionen, Rankings, Klicks, organischen Sitzungen und Conversions bewertet.
Was bedeutet GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist die Optimierung von Inhalten für generative Such- und Antwortsysteme. Dazu zählen beispielsweise KI-Antworten in Suchmaschinen, dialogbasierte Suchfunktionen sowie Systeme, die Informationen aus mehreren Quellen zu einer eigenen Antwort zusammenfassen.
GEO beschäftigt sich daher nicht nur mit der Frage, ob eine Seite auf einer bestimmten Position erscheint. Entscheidend ist zusätzlich, ob ein generatives System:
den Inhalt überhaupt findet und verarbeiten kann,
die Seite als relevante Quelle auswählt,
Informationen korrekt aus dem Inhalt übernimmt,
die Website sichtbar nennt oder zitiert und
die Marke in einem passenden fachlichen Zusammenhang darstellt.
Der Begriff wurde durch die Forschungsarbeit „GEO: Generative Engine Optimization“ aus dem Jahr 2023 stärker geprägt. Die Forscher untersuchten, wie sich die Sichtbarkeit von Quellen innerhalb generativer Antworten durch bestimmte inhaltliche Maßnahmen beeinflussen lässt.
GEO vs. SEO: die Unterschiede in der Übersicht
Merkmal | SEO | GEO |
|---|---|---|
Grunddefinition | Optimierung für Crawling, Indexierung, Rankings und Klicks in klassischen Suchergebnissen | Optimierung für Auswahl, Verarbeitung, Nennung und Zitierung in generierten Antworten |
Primäres Ziel | Gute Positionen und qualifizierten organischen Traffic erzielen | In KI-Antworten berücksichtigt und als vertrauenswürdige Quelle verwendet werden |
Zielsysteme | Klassische Suchergebnisse von Google, Bing und weiteren Suchmaschinen | Google AI Overviews und AI Mode, Microsoft Copilot, Bing AI, ChatGPT Search, Perplexity und vergleichbare Systeme |
Ergebnisdarstellung | Liste aus organischen Treffern und zusätzlichen Suchfunktionen | Zusammengefasste Antwort mit Quellen, Zitaten, Tabellen, Listen oder weiterführenden Links |
Inhaltliches Hauptziel | Suchintention erfüllen und den Klick auf die Website fördern | Verständliche, extrahierbare und zitierfähige Informationen bereitstellen |
Wichtige Signale | Relevanz, technische Qualität, interne Verlinkung, Backlinks, Nutzererfahrung und Inhaltstiefe | Klare Antworten, fachliche Autorität, überprüfbare Aussagen, Quellen, Entitäten, Aktualität und strukturierte Inhalte |
Typische Formate | Ratgeber, Leistungsseiten, Kategorieseiten, Produktseiten, Glossare und Landingpages | Definitionen, Frage-Antwort-Blöcke, Vergleiche, Tabellen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und belegte Fachinformationen |
Technische Grundlage | Crawlbare Links, Indexierbarkeit, korrekte Statuscodes, Canonicals, Sitemaps und sauberes HTML | Dieselbe technische Grundlage sowie gut zugängliche und eindeutig strukturierte Inhaltsbereiche |
Typische Kennzahlen | Impressionen, Klicks, CTR, Rankings, organische Sitzungen und Conversions | Zitierungen, zitierte Seiten, Grounding Queries, AI-Impressionen, Marken-Nennungen und Citation Share |
Traffic-Logik | Der Klick auf die Website ist ein zentrales Ziel | Sichtbarkeit und Markenwirkung können auch ohne direkten Klick entstehen |
Messbarkeit | Relativ ausgereift und durch etablierte SEO-Werkzeuge gut nachvollziehbar | Noch uneinheitlich, plattformabhängig und teilweise nur eingeschränkt messbar |
Hauptrisiko | Rankingverluste, Indexierungsfehler und sinkender organischer Traffic | Fehlende Zitierungen, falsche Wiedergabe, volatile Quellenwahl und geringe Klickzahlen trotz Sichtbarkeit |
Der wichtigste Unterschied: Link oder generierte Antwort
Bei der klassischen Suche erhalten Nutzer eine Auswahl verschiedener Ergebnisse. Sie entscheiden selbst, welchen Seitentitel sie anklicken und welche Website sie besuchen.
Generative Suchsysteme übernehmen einen Teil dieser Auswahl. Sie durchsuchen verfügbare Quellen, wählen relevante Informationen aus und erstellen daraus eine zusammenhängende Antwort. Eine Website kann dabei sichtbar zitiert, nur indirekt verarbeitet oder vollständig übergangen werden.
Dadurch verändert sich die zentrale Optimierungsfrage:
SEO: Wie erreicht eine Seite eine möglichst gute Position in den Suchergebnissen?
GEO: Wie erhöht eine Seite die Wahrscheinlichkeit, in einer generierten Antwort ausgewählt und korrekt zitiert zu werden?
SEO optimiert für Rankings und Klicks
Die klassische Suchmaschinenoptimierung konzentriert sich darauf, für eine Suchanfrage sichtbar zu werden und den Nutzer zum Besuch der Website zu bewegen.
Eine Seite benötigt dafür unter anderem:
eine klar erkennbare Suchintention,
einen aussagekräftigen Seitentitel,
relevante Inhalte,
eine überzeugende Beschreibung im Suchergebnis,
eine verständliche Informationsarchitektur und
ausreichende fachliche und thematische Autorität.
Der Nutzer sieht mehrere konkurrierende Ergebnisse. Title, Beschreibung, Marke, Position und Suchergebnis-Erweiterungen beeinflussen, welcher Treffer angeklickt wird.
GEO optimiert für Auswahl und Zitierfähigkeit
Bei GEO muss der Inhalt nicht nur relevant sein. Er sollte zudem so aufgebaut sein, dass einzelne Aussagen eindeutig erkannt, in einen Zusammenhang eingeordnet und möglichst korrekt übernommen werden können.
Besonders hilfreich sind:
präzise Definitionen,
direkte Antworten auf konkrete Fragen,
kurze, verständliche Abschnitte,
übersichtliche Tabellen,
eindeutige Zwischenüberschriften,
nachvollziehbare Zahlen und Quellen,
eigene Beispiele und Erfahrungen sowie
klar benannte Autoren und Verantwortliche.
Ein generatives System muss erkennen können, welche Aussage zu welcher Frage gehört. Lange Textblöcke ohne klare Struktur erschweren diese Zuordnung.
SEO und GEO haben mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede
Die Bezeichnung „GEO vs. SEO“ klingt nach zwei konkurrierenden Disziplinen. In der Praxis überschneiden sich beide Bereiche jedoch deutlich.
Sowohl klassische Suchmaschinen als auch generative Antwortsysteme benötigen Inhalte, die:
technisch erreichbar sind,
gecrawlt und indexiert werden können,
eine Frage oder ein Problem beantworten,
inhaltlich vertrauenswürdig wirken,
übersichtlich gegliedert sind und
einen erkennbaren Mehrwert gegenüber anderen Quellen bieten.
Auch interne Verlinkungen, externe Erwähnungen, verständliche Entitäten, strukturierte Daten und eine erkennbare fachliche Autorität können beiden Bereichen helfen.
Warum GEO SEO nicht ersetzt
Generative Systeme greifen häufig auf Suchindizes, Retrieval-Systeme und bestehende Webquellen zurück. Eine Seite, die von Suchmaschinen nicht gefunden, nicht gerendert oder nicht indexiert werden kann, hat daher auch in vielen KI-Suchsystemen schlechte Voraussetzungen.
Die wichtigsten SEO-Grundlagen bleiben bestehen:
Die Seite muss einen erfolgreichen HTTP-Statuscode liefern.
Wichtige Inhalte dürfen nicht unnötig durch JavaScript verborgen werden.
Robots-Anweisungen dürfen die benötigte Verarbeitung nicht verhindern.
Canonical-Tags müssen auf die richtige URL zeigen.
Interne Links müssen crawlbar sein.
Die Seite benötigt eine klare thematische Zuordnung.
Inhalte sollten hilfreich, vertrauenswürdig und eigenständig sein.
Google weist in seinen offiziellen Hinweisen zu generativen Suchfunktionen darauf hin, dass keine spezielle GEO-Sondersyntax und kein besonderes Schema-Markup erforderlich sind. Auch eine separate Datei wie llms.txt ist für eine Aufnahme in Googles generative Suchfunktionen keine Voraussetzung.
Strukturierte Daten können Suchsystemen dennoch helfen, Seitentypen, Organisationen, Autoren, Produkte oder andere Entitäten besser einzuordnen. Eine Ausspielung oder Zitierung garantieren sie jedoch nicht.
Wie wählen KI-Suchsysteme Inhalte aus?
Der genaue Ablauf unterscheidet sich je nach Anbieter und System. Vereinfacht lässt sich die Auswahl in mehrere Schritte unterteilen.
1. Crawling und Indexierung
Die Seite muss zunächst erreichbar und verarbeitbar sein. Klassische Suchmaschinen und KI-Suchdienste verwenden dafür eigene Crawler, Suchindizes oder externe Suchsysteme.
2. Retrieval
Das System sucht nach Dokumenten und Textpassagen, die zur Anfrage des Nutzers passen. Dabei können klassische Rankings, semantische Ähnlichkeit, Aktualität und weitere Relevanzsignale berücksichtigt werden.
3. Auswahl und Gewichtung
Aus den gefundenen Quellen werden besonders geeignete Dokumente oder Abschnitte ausgewählt. Eine Seite kann zwar grundsätzlich relevant sein, aber trotzdem nicht in den begrenzten Antwortkontext aufgenommen werden.
4. Erstellung der Antwort
Das Sprachmodell fasst die ausgewählten Informationen zusammen. Dabei verbindet es häufig Aussagen aus mehreren Quellen.
5. Zitierung oder Quellenangabe
Je nach System werden einzelne Quellen direkt verlinkt, an bestimmten Aussagen genannt oder gesammelt unterhalb der Antwort angezeigt.
Eine gute klassische Position kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, als Quelle berücksichtigt zu werden. Sie garantiert jedoch keine Zitierung. Umgekehrt kann eine Seite in einer KI-Antwort auftauchen, obwohl sie für die ursprüngliche Suchanfrage nicht auf der ersten klassischen Ergebnisseite steht.
Wie verändern KI-Antworten den organischen Traffic?
Generierte Antworten können Fragen bereits auf der Suchergebnisseite oder innerhalb eines Chatfensters beantworten. Dadurch müssen Nutzer nicht mehr zwingend eine externe Website öffnen.
Eine Auswertung des Pew Research Center aus dem Jahr 2025 zeigte, dass Nutzer bei Google-Suchergebnissen mit einer KI-Zusammenfassung deutlich seltener auf externe Treffer klickten als bei Suchergebnissen ohne eine solche Zusammenfassung. Nur ein kleiner Teil der Nutzer öffnete direkt einen Quellenlink innerhalb der KI-Antwort.
Für Unternehmen entstehen daraus zwei unterschiedliche Ziele:
Traffic gewinnen: Der Nutzer soll die Website besuchen und dort eine gewünschte Handlung ausführen.
Markenpräsenz gewinnen: Das Unternehmen soll bereits innerhalb der KI-Antwort als bekannte oder vertrauenswürdige Quelle erscheinen.
Beide Ziele sollten getrennt gemessen werden. Eine häufig zitierte Seite kann eine hohe Markenwirkung erzielen, ohne unmittelbar viele Besuche zu generieren.
Welche Inhalte eignen sich besonders für GEO?
Generative Systeme können grundsätzlich unterschiedliche Inhaltstypen verwenden. Besonders gut aufbereitbar sind jedoch Inhalte, deren Aussagen klar voneinander abgegrenzt und leicht überprüfbar sind.
Dazu gehören:
Definitionen und Begriffserklärungen,
Vergleiche und Gegenüberstellungen,
Schritt-für-Schritt-Anleitungen,
FAQ-Bereiche,
Checklisten,
Statistiken und Studien,
Tabellen,
Vor- und Nachteile,
Produkt- oder Leistungsdaten sowie
fachlich begründete Empfehlungen.
Das bedeutet nicht, dass jeder Beitrag aus künstlich erzeugten Frage-Antwort-Blöcken bestehen sollte. Entscheidend ist eine nachvollziehbare Struktur, die dem Leser hilft und gleichzeitig eine eindeutige Zuordnung einzelner Aussagen ermöglicht.
SEO und GEO gemeinsam optimieren: zehn konkrete Maßnahmen
1. Technische Erreichbarkeit sicherstellen
Prüfen Sie Statuscodes, Robots-Anweisungen, Canonicals, Sitemaps, interne Links und die Darstellung wichtiger Inhalte im gerenderten HTML. Ohne zuverlässige technische Grundlage können weder klassische Suchmaschinen noch generative Systeme die Inhalte korrekt verarbeiten.
2. Die zentrale Frage früh beantworten
Eine wichtige Nutzerfrage sollte möglichst früh und verständlich beantwortet werden. Die Antwort muss nicht künstlich kurz sein, sollte aber ohne unnötige Einleitung auskommen.
3. Klare Überschriften verwenden
Zwischenüberschriften sollten den Inhalt des folgenden Abschnitts eindeutig beschreiben. Allgemeine Überschriften wie „Weitere Informationen“ sind weniger hilfreich als konkrete Fragen oder Themenbezeichnungen.
4. Inhalte in verständliche Abschnitte gliedern
Jeder Abschnitt sollte möglichst eine zentrale Aussage behandeln. Dadurch lassen sich Informationen leichter lesen, extrahieren und zitieren.
5. Aussagen mit Belegen unterstützen
Zahlen, Studien und weitreichende Behauptungen sollten nachvollziehbar belegt werden. Dabei sind Primärquellen, offizielle Dokumentationen und eigene Daten besonders wertvoll.
6. Eigene Erfahrungen und Erkenntnisse einbringen
Reine Zusammenfassungen bereits vorhandener Inhalte schaffen nur begrenzten Mehrwert. Eigene Tests, Fallbeispiele, Daten und praktische Erfahrungen stärken sowohl die fachliche Qualität als auch die Zitierfähigkeit.
7. Autoren und Verantwortlichkeiten sichtbar machen
Ein Autorenprofil, fachliche Qualifikationen, ein Aktualisierungsdatum und gegebenenfalls eine redaktionelle Prüfung helfen Nutzern und Systemen dabei, die Vertrauenswürdigkeit des Inhalts einzuschätzen.
8. Entitäten eindeutig benennen
Unternehmen, Produkte, Personen, Orte und Fachbegriffe sollten klar und konsistent bezeichnet werden. Das erleichtert die semantische Zuordnung und reduziert Missverständnisse.
9. Interne Verlinkungen gezielt einsetzen
Verwandte Inhalte sollten sich gegenseitig sinnvoll ergänzen. Interne Links helfen dabei, Themencluster aufzubauen und die fachliche Tiefe einer Website sichtbar zu machen.
10. Inhalte regelmäßig überprüfen
Veraltete Zahlen, nicht mehr gültige Empfehlungen und defekte Quellen schwächen die Vertrauenswürdigkeit. Besonders bei technischen und rechtlichen Themen ist ein nachvollziehbarer Aktualisierungsprozess wichtig.
Wie lässt sich GEO messen?
Die Messung klassischer SEO-Leistungen ist deutlich ausgereifter. Rankings, Impressionen, Klicks und organische Besuche lassen sich mit etablierten Systemen erfassen.
Bei GEO hängt die verfügbare Datentiefe vom jeweiligen Anbieter ab. Bing stellt in seinen Webmaster Tools unter anderem Daten zu KI-Zitierungen, zitierten Seiten und sogenannten Grounding Queries bereit. Google hat 2026 mit der schrittweisen Einführung gesonderter Berichte für generative Suchfunktionen begonnen.
SEO-Kennzahl | GEO-Kennzahl |
|---|---|
Organische Impressionen | Impressionen in generativen Suchfunktionen |
Klicks | Klicks aus KI-Antworten |
Durchschnittliche Position | Quellenpräsenz oder Citation Share |
CTR | Verhältnis zwischen KI-Sichtbarkeit und Klicks |
Rankende URLs | Zitierte Seiten |
Rankende Suchanfragen | Grounding Queries oder relevante Prompts |
Organische Sitzungen | Besuche aus KI-Suchsystemen |
Conversions und Umsatz | Direkte und unterstützte Conversions nach KI-Kontakten |
Sichtbarkeit im Vergleich zum Wettbewerb | Marken-Nennungen und Zitierungen im Wettbewerbsvergleich |
Eine einzelne GEO-Kennzahl reicht nicht aus. Eine Website kann häufig zitiert werden, ohne dadurch nennenswerten Traffic oder Umsatz zu erzielen. Umgekehrt können wenige, aber besonders relevante KI-Nennungen einen hohen wirtschaftlichen Wert besitzen.
Ein praktisches Beispiel für SEO und GEO
Ein Unternehmen veröffentlicht einen Beitrag zur Frage: „Was kostet eine Photovoltaikanlage mit Speicher?“
Eine klassische SEO-Optimierung konzentriert sich unter anderem auf:
relevante Suchbegriffe,
Suchintention und Nutzerfragen,
Seitentitel und Meta Description,
interne Verlinkungen,
technische Indexierbarkeit und
die Optimierung auf organische Klicks.
Für GEO wird derselbe Beitrag zusätzlich so aufbereitet, dass:
eine direkte Antwort mit einer realistischen Kostenspanne vorhanden ist,
die Kostenfaktoren in einer Tabelle dargestellt werden,
Bezugsjahr und Datenquellen genannt sind,
unterschiedliche Anlagengrößen verglichen werden,
regionale und technische Abweichungen erklärt werden und
der Fachautor und das Aktualisierungsdatum erkennbar sind.
Der Inhalt bleibt damit für Menschen hilfreich und wird gleichzeitig leichter als belastbare Quelle verwendbar.
Häufige Fehler bei GEO
SEO-Grundlagen werden vernachlässigt
Eine unindexierbare oder technisch fehlerhafte Seite wird nicht allein durch gute Formulierungen zu einer geeigneten KI-Quelle.
Texte werden künstlich für Sprachmodelle geschrieben
Inhalte sollten weiterhin in erster Linie Menschen helfen. Unnatürliche Wiederholungen, Prompt-Varianten und mechanisch erzeugte Frageblöcke verschlechtern häufig die Lesbarkeit.
Zu viele ähnliche Seiten werden erstellt
Für jede mögliche Formulierung einer Frage eine eigene Unterseite anzulegen, führt schnell zu redundanten und schwachen Inhalten. Ein umfassender Beitrag mit klar gegliederten Unterthemen ist häufig sinnvoller.
Unbelegte Behauptungen werden als Fakten dargestellt
Generative Systeme können Fehler aus Quellen übernehmen oder Aussagen falsch kombinieren. Präzise Formulierungen und nachvollziehbare Belege reduzieren dieses Risiko.
Zitierungen werden mit wirtschaftlichem Erfolg gleichgesetzt
Eine Quellenangabe ist zunächst ein Sichtbarkeitssignal. Ob daraus Bekanntheit, Vertrauen, Leads oder Umsatz entstehen, muss separat ausgewertet werden.
Fazit: GEO ist die Erweiterung moderner Suchmaschinenoptimierung
SEO und GEO sind keine Gegensätze. SEO schafft die technische, inhaltliche und strukturelle Grundlage, damit eine Website gefunden und verstanden werden kann. GEO erweitert diese Arbeit um die Frage, ob Inhalte innerhalb generativer Antworten ausgewählt, richtig wiedergegeben und sichtbar zitiert werden.
Unternehmen sollten deshalb nicht zwischen SEO und GEO wählen. Eine nachhaltige Strategie verbindet beide Bereiche:
technisch saubere und indexierbare Websites,
hilfreiche Inhalte für konkrete Suchintentionen,
klar strukturierte und zitierfähige Informationen,
erkennbare fachliche Autorität,
nachvollziehbare Quellen und eigene Erfahrungen sowie
eine gemeinsame Messung von Rankings, Klicks, KI-Zitierungen und Geschäftsergebnissen.
SEO optimiert den Zugang zur Quelle. GEO erhöht zusätzlich die Chance, dass diese Quelle innerhalb einer generierten Antwort ausgewählt und sichtbar verwendet wird.
Häufige Fragen zu GEO und SEO
Was ist der größte Unterschied zwischen SEO und GEO?
SEO konzentriert sich vor allem auf Sichtbarkeit und Klicks in klassischen Suchergebnissen. GEO optimiert Inhalte zusätzlich dafür, in generierten KI-Antworten ausgewählt, verarbeitet und als Quelle zitiert zu werden.
Ersetzt GEO die klassische Suchmaschinenoptimierung?
Nein. Technische Erreichbarkeit, Indexierbarkeit, relevante Inhalte, interne Verlinkungen und fachliche Autorität bleiben wichtige Grundlagen. GEO baut in vielen Bereichen auf erfolgreicher SEO-Arbeit auf.
Braucht eine Website spezielle strukturierte Daten für GEO?
Es gibt kein allgemeines GEO-Schema, das eine Aufnahme in KI-Antworten garantiert. Passende strukturierte Daten können Suchsystemen jedoch helfen, Inhalte und Entitäten besser zu verstehen.
Welche Inhalte werden häufig in KI-Antworten verwendet?
Besonders geeignet sind klare Definitionen, Tabellen, Vergleiche, Schritt-für-Schritt-Anleitungen, FAQ-Bereiche, überprüfbare Fakten und Inhalte mit einem eigenen fachlichen Mehrwert.
Kann eine Seite in KI-Antworten erscheinen, ohne auf Position eins zu ranken?
Ja. Klassische Rankings können die Auswahl beeinflussen, sind aber nicht das einzige Kriterium. Generative Systeme können auch andere relevante Seiten oder einzelne Textpassagen als Quelle verwenden.
Wie misst man GEO-Erfolg?
Mögliche Kennzahlen sind KI-Zitierungen, zitierte Seiten, relevante Grounding Queries, AI-Impressionen, Marken-Nennungen, Klicks aus KI-Systemen und daraus entstehende Conversions.
Ist eine llms.txt-Datei für GEO notwendig?
Für eine Aufnahme in Googles generative Suchfunktionen ist eine solche Datei nach den derzeitigen offiziellen Hinweisen nicht erforderlich. Entscheidend bleiben crawlbare, indexierbare und hilfreiche Inhalte.
Warum sind Quellen und eigene Daten für GEO wichtig?
Belegte Aussagen lassen sich leichter überprüfen und vertrauenswürdig in Antworten übernehmen. Eigene Studien, Erfahrungen und Daten unterscheiden einen Beitrag zudem von austauschbaren Zusammenfassungen.
Quellenbasis und fachliche Einordnung
Google Search Central: Hinweise zu generativen Suchfunktionen, hilfreichen Inhalten, technischen Anforderungen und strukturierten Daten
Bing Webmaster Tools: Dokumentation zur AI Performance und zu KI-Zitierungen
Aggarwal, Murahari, Rajpurohit und weitere: „GEO: Generative Engine Optimization“, 2023
Pew Research Center: Untersuchung zum Klickverhalten bei Suchergebnissen mit KI-Zusammenfassungen, 2025
Aktuelle Forschungsübersichten zur Sichtbarkeit, Auswahl und Zitierung von Quellen in generativen Suchsystemen